
Das Fischerhaus
Zu seiner zweiten Sitzung traf sich der Arbeitskreis „Stadtentwicklung“ der Lohrer SPD am Freitag im IGL-Haus. Schwerpunkt der Besprechung war die künftige Gestaltung der Stadt für Senioren.
Großes wird auf Gipfeltreffen nicht bewegt, aber Schlimmeres verhindert.
[Helmut Schmidt, SPD, Bundeskanzler]
Ratsfraktion

Das Fischerhaus
Zu seiner zweiten Sitzung traf sich der Arbeitskreis „Stadtentwicklung“ der Lohrer SPD am Freitag im IGL-Haus. Schwerpunkt der Besprechung war die künftige Gestaltung der Stadt für Senioren.
Stadtrat Seppl Blenk begrüßte Frau Ulrike Uhlemann, die Vorsitzende des Seniorenbeirats. Ihr Wunsch ist es, dass künftig die Bedürfnisse der Senioren eine stärkere Beachtung in der Stadtpolitik erfahren müssen. Den interessantesten Beitrag des Abends brachte Ex-Stadtrat Richard Eyrich ein. Er schlug vor, das vor kurzem von der Stadt erworbene ehemalige Möbelhaus Fischer zumindest teilweise als Seniorentreffpunkt für die Gesamtstadt zu nutzen. Dort - wie vorgesehen die Stadtbücherei unterzubringen, hält er für wenig sinnvoll, da die Verlagerung vom alten Rathaus ins Fischer-Haus unnötig Geld koste ohne die Stadt voranzubringen. Da das Haus zentral in der Altstadt mit seinen Geschäften liege, dazu nahe zum bald fertigen ZUP vor dem ehemaligen Frauenkloster und außerdem direkt neben Kirche und Bruder-Konrad-Haus, eigne es sich geradezu ideal für eine derartige Nutzung. Man könne dort einen ständigen, täglichen Treff für die älteren Mitbürger einrichten, wo diese einander begegnen könnten Lohr könne so zu einer Vorzeigestadt in der Region hinsichtlich Senioreneinrichtungen werden.
Frau Uhlemanns Forderung nach stärkerer Berücksichtigung der Interessen älterer Mitbürger in der Stadtpolitik fand allgemeine Zustimmung. Hauptgrund dafür ist, dass es auch in Lohr immer mehr Senioren geben wird. Insofern kommt den Senioreneinrichtungen wie dem Seniorenbeirat in der Zukunft eine immer größer werdende Bedeutung zu.
Wunsch der Senioren ist es, dass künftig bei Pflasterung darauf geachtet wird, dass die Neugestaltung nicht nur unter optischen Gesichtspunkten passt, sondern auch fußgängerfreundlich ist.
Der Vorschlag von Richard Eyrich könne dazu führen, dass Lohr zu einer Vorzeigestadt in Sachen Senioren werde. Diese Idee sollten die jetzigen SPD-Stadträte im Rat einbringen und dort im Interesse der älteren Mitbürger mit aller Konsequenz verfolgen
Manfred Knopf ergänzte, dass die Größe des Gebäudes weitere Nutzungen zulasse. Sowohl die Volkshochschule als auch die Sing- und Musikschule seien derzeit wesentlich schlechter untergebracht als die Stadtbücherei. Deren Raumnöte müssen vorrangig behoben werden und die Größe des „Fischer-Hauses lasse dafür ausreichend Spielraum.